In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 14. September startet die CDU eine Initiative, mehr zum Schutz der Menschen und der Stadt Bad Camberg gegen mögliche Starkregenereignisse und Überschwemmungen zu tun. Danach werden Bürgermeister und Verwaltung gebeten, eine Übersicht der im Stadtgebiet bestehenden Infrastruktur zum Schutz vor Starkregenereignissen und Extremwetterlagen zu erstellen. Insbesondere geht es dabei um den Zustand der Infrastruktur und Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Schutzfunktion. „Einzubeziehen sind in diesem Zusammenhang auch die Regenrückhaltebecken. Ferner soll dargestellt werden, inwiefern die Flut- und Entwässerungsgräben u.ä. in der Feldgemarkung vorhanden und funktionsfähig sind und inwieweit hier Optimierungsmaßnahmen erforderlich sind.“ heißt es in dem Antrag weiter.

Förderungsangebote durch das Land nutzen
Überdies bittet die CDU in dem Antrag, dass die Stadt das Beratungsangebot der Hessischen Landesregierung über das Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und damit verbundene Fördermaßnahmen nutzen solle. Insbesondere müsse die Stadt eine sog. Fließpfadkarte beim HLNUG für die Stadt Bad Camberg erstellen lassen, mit der simuliert werden kann, welche Bereiche der Stadt bei Starkregen besonders gefährdet sind.

Gesamte Infrastruktur auf den Prüfstand
CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Rühl verweist darauf, dass die CDU seit Jahren in diesem Bereich den Finger in die Wunden lege. Ein im August 2018 durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossener CDU-Antrag habe bereits zum Gegenstand gehabt, die gesamte städtische Infrastruktur zum Schutz vor Starkregenereignissen und Überschwemmungen auf den Prüfstand zu stellen, sei jedoch in der Folge seitens der Stadtspitze nicht mit der der Thematik eigentlich angemessenen Ernsthaftigkeit und Priorität bearbeitet worden und daher weitgehend ergebnislos verlaufen. Wo möglich, habe sich die CDU-Stadtverordnetenfraktion in den vergangenen Jahren hingegen stets dafür eingesetzt, die entsprechende Infrastruktur und Schutzmaßnahmen für etwaige Großschadenslagen in Bad Camberg zu verbessern (bspw. Freischnitt/Pflege des Emsbachs innerhalb der Würgeser Ortslage, eine bessere technische Ausstattung für unsere Feuerwehr bei Überschwemmungen, Hochwasser und Waldbränden sowie der Einstieg in die flächendeckende digitale Sirenenalarmierung der Bevölkerung).

Regenrückhaltebecken in Erbach
CDU-Fraktionsgeschäftsführer Frederik Angermaier nimmt zudem ein besonderes Bauwerk in den Fokus: „Da beispielsweise das Regenrückhaltebecken in Erbach, welches nach dem schlimmen Hochwasser 1981 gebaut wurde, seit Jahrzenten nicht saniert wurde, stellt sich für die CDU-Fraktion die Frage, inwiefern dieses noch dem eigentlichen Zweck zum Schutz vor Überschwemmung dienen kann und inwiefern ggfs. durch natürliche Bepflanzungen ein zusätzlicher Schutz entstehen kann, der gleichzeitig einen Mehrwert für die Umwelt darstellt“.

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